{"id":4161,"date":"2015-06-21T15:51:00","date_gmt":"2015-06-21T14:51:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gymnasium-gag.de?p=4161"},"modified":"2015-06-21T15:53:09","modified_gmt":"2015-06-21T14:53:09","slug":"miteinander-arbeiten-voneinander-lernen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gymnasium-gag.de\/?p=4161","title":{"rendered":"Miteinander arbeiten \u2013 voneinander lernen."},"content":{"rendered":"<h1>MINT-EC-Regionaltreffen<b> Nordwest an der Graf-Anton-G\u00fcnther-Schule<\/b><\/h1>\n<p>Am Freitag, den 19. Juni, fand an der Graf-Anton-G\u00fcnther-Schule Oldenburg ein erstes Treffen von Lehrkr\u00e4ften benachbarter MINT-EC-Schulen aus der Nordwestregion statt, um sich fachlich und schulorganisatorisch auszutauschen und voneinander zu lernen. Die Teilnehmer\/innen kamen dabei von Schulen aus Meppen, Osnabr\u00fcck, Buchholz, Bremen und Leer.<\/p>\n<p>Vormittagsschwerpunkt der Fortbildung war, wie der hierzu eingeladene Leiter der Arbeitsgruppe Technische Bildung an der Carl-von-Ossietzky-Universit\u00e4t Oldenburg, Prof. Peter R\u00f6ben, formulierte, \u201edas gerade an vielen Gymnasien schnell vergessene &#8218;T&#8216; in der Sammelbezeichnung der sog. MINT-F\u00e4cher\u201c. Erg\u00e4nzend verwies eine der Teilnehmerinnen darauf, dass diese Vergesslichkeit insbesondere in l\u00e4ndlich oder industriell gepr\u00e4gten Regionen den schulischen Bildungsauftrag gef\u00e4hrde; gerade die Landbev\u00f6lkerung habe erst durch die Industrielle Revolution des 19. Jahrhunderts in breitem Ma\u00df die M\u00f6glichkeit gehabt, Kinder auch an weiterf\u00fchrende Schulen zu schicken. So machten die damals zu Recht in gr\u00f6\u00dferen St\u00e4dten angesiedelten Landkreisgymnasien ihre Sch\u00fcler heute fit f\u00fcr Europa und die Welt, ohne dabei aber deren von zu Hause mitgebrachten Kompetenzen wahrzunehmen und zu nutzen.<\/p>\n<p>Wie Gastgeber und GAG-Schulleiter Schoedel hier auf kritische Nachfrage zum fr\u00fcher am Oldenburger Landkreisgymnasium angebotenen Werkunterricht einr\u00e4umte, sei die Notwendigkeit einer praxisbezogenen, die F\u00e4cher Mathematik, Biologie, Chemie und Physik verzahnenden technischen Bildung \u201evermutlich irgendwann in den Siebziger oder Achtziger Jahren offenbar aus dem Bewusstsein und damit auch aus dem schulischen Raumprogramm geraten\u201c. Dass das anderswo in Deutschland angebotene \u201eUnterrichtsfach Technik mehr ist als Werken\u201c, verdeutlichte Prof. R\u00f6ben daraufhin an Beispielen aus Nordrhein-Westfalen, wo ein anspruchsvoller Technikunterricht bis hin in die Sekundarstufe II des Gymnasiums angeboten wird. So zeige das Beispiel der Elektromobilit\u00e4t, die vor etwa hundert Jahren gegen\u00fcber Gasantrieben und den Verbrennungsmotoren das Nachsehen gehabt habe und nun m\u00fchsam \u201eneu\u201c erforscht werden m\u00fcsse, dass der heute m\u00f6gliche Technikunterricht dabei \u00fcber das enge Feld des technischen Experimentierens und der reinen Fachwissenschaft hinausgehe. Bei den teilnehmenden Lehrkr\u00e4ften ausgel\u00f6st wurden durch diese und weitere Hinweise zukunftsorientierte \u00dcberlegungen zu m\u00f6glichen technikgeschichtlichen Themen im MINT-und im Geschichtsunterricht, aber auch um das universit\u00e4re, laut Prof. R\u00f6ben von einem Mangel an Techniklehrern bestimmte Angebot technischer Bildung f\u00fcr und an allgemein bildenden Gymnasien.<\/p>\n<p>Vorrangig gegenwartsortientiert war der Themenschwerpunkt des Nachmittags: Mit Blick auf das eigene Lernen aus der Alltagspraxis anderer Schulen stellten die von verschiedenen MINT-EC-Schulen stammenden Lehrkr\u00e4fte jahrgangs\u00fcbergreifende und oftmals nur mit au\u00dferschulischen Kooperationspartnern realisierbare MINT-Projekte ihrer Gymnasien vor. Im Zentrum stand dabei der Gedanke, dass Sch\u00fcler und Sch\u00fclerinnen weniger durch Lehrervortr\u00e4ge und Demonstrationsexperimente als an eigenen Fragestellungen und von au\u00dferschulischen Experten begleiteten Experimenten lernen und verstehen. Besonders motivierend ist es, wenn \u00e4ltere Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler selbst die anleitenden Personen sind. Gespr\u00e4chs- und Diskussionsgegenstand waren daher u.a. die Gestaltung partnerschaftlicher Kooperationen mit regionalen Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die Ausrichtung motivierender MINT-Wettbewerbe und das von der Kultusminister- und der Hochschulenrektorenkonferenz offiziell anerkannte MINT-EC-Zertifikat, welches aber bislang nur einige wenige Schulen zusammen mit dem Abiturzeugnis verleihen d\u00fcrfen. Deutlich wurde dabei immer wieder, dass, wie in allen schulischen Bereichen, all dies nur mit Unterst\u00fctzung von Schulleitung und Eltern, vor allem aber durch das hohe Engagement kompetenter Lehrkr\u00e4ften m\u00f6glich ist, die willens und f\u00e4hig sind, Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler zu motivieren und \u00fcber den Pflichtunterricht hinaus zu unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Den Veranstaltungstag fasste der MINT-Verantwortliche an der GAG, Herr Kreker, am Ende folgenderma\u00dfen zusammen: \u201cEs ist sch\u00f6n, dass alle beteiligten Schulen so tolle und so verschiedene MINT-Konzepte entwickelt haben, von denen wir anderen nur lernen k\u00f6nnen. Wir wollen einen solchen Austausch, von dem unsere Sch\u00fcler profitieren k\u00f6nnen, auch hier im Nordwesten etablieren.\u201c \u00c4hnlich \u00e4u\u00dferte sich auch ein beteiligte Lehrerin: \u201eUnser erstes Treffen abseits der deutschlandweiten MINT-EC-Jahrestagungen war schon einmal vielversprechend. Wir haben einander besser kennen lernen k\u00f6nnen und wenn es so weiter geht, hat sich der Weg nach Oldenburg gelohnt.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>MINT-EC-Regionaltreffen Nordwest an der Graf-Anton-G\u00fcnther-Schule Am Freitag, den 19. Juni, fand an der Graf-Anton-G\u00fcnther-Schule Oldenburg ein erstes Treffen von Lehrkr\u00e4ften benachbarter MINT-EC-Schulen aus der Nordwestregion statt, um sich fachlich und schulorganisatorisch auszutauschen und voneinander zu lernen. Die Teilnehmer\/innen kamen dabei von Schulen aus Meppen, Osnabr\u00fcck, Buchholz, Bremen und Leer. Vormittagsschwerpunkt der Fortbildung war, wie der&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":4164,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[38],"tags":[],"class_list":["post-4161","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-startseite","entry","has-media"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.gymnasium-gag.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4161","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.gymnasium-gag.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.gymnasium-gag.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gymnasium-gag.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gymnasium-gag.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4161"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.gymnasium-gag.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4161\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4163,"href":"https:\/\/www.gymnasium-gag.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/4161\/revisions\/4163"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gymnasium-gag.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/4164"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.gymnasium-gag.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4161"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gymnasium-gag.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=4161"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.gymnasium-gag.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=4161"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}