{"id":4244,"date":"2014-10-01T16:00:33","date_gmt":"2014-10-01T15:00:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gymnasium-gag.de?p=4244"},"modified":"2015-06-29T07:38:49","modified_gmt":"2015-06-29T06:38:49","slug":"4244","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gymnasium-gag.de\/?p=4244","title":{"rendered":"Kurzaustausch in Kent, England &#8211; ein Erfahrungsbericht von Norina Wulff"},"content":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend meines Kurzaustausches in\u00a0England vom 28.08.2014 \u2013 29.09.2014 habe ich die GAG-Partnerschule Valley Park School in Maidstone (Kent) besucht.\u00a0Die Austauschorganisation &#8222;SPEAK&#8220; war sehr darauf bedacht, dass sich alle Sch\u00fcler wohl f\u00fchlen, egal in welcher Stadt und auf welcher Schule sie sind. Zu Beginn haben wir ein gemeinsames Wochenende mit allen Austauschsch\u00fclern verbracht. Dort wurden uns die Regeln erkl\u00e4rt und uns wichtige Informationen \u00fcber das Leben in den Gastfamilien in England mitgeteilt.\u00a0Dieses Wochenende war sehr sch\u00f6n, da wir gemeinsam London und Canterbury besucht haben, und wir somit auch mit anderen Austauschsch\u00fclern in Kontakt gekommen sind. W\u00e4hrend der Herbstferien hat &#8222;SPEAK&#8220; auch eine tolle Fahrt nach Schottland angeboten.<\/p>\n<h1>Meine\u00a0Schule<\/h1>\n<p>Die Schule war sehr interessant und der Unterrich hat mir sehr viel Spa\u00df gemacht. In der Oberstufe hat man nur h\u00f6chstens vier F\u00e4cher, welche man frei w\u00e4hlen kann. Diese vier F\u00e4cher werden dann t\u00e4glich unterrichtet.\u00a0Meine F\u00e4cher waren:<\/p>\n<ul>\n<li>English language and literature,\u00a0ein ziemlich kompliziertes Fach f\u00fcr jemanden, dessen Muttersprache nicht Englisch ist. Der Unterricht entspricht ungef\u00e4hr dem Deutschunterricht in Deutschland. Es wurde ein Buch gelesen, wo wir dann einzelne Personen charakterisieren oder beschreiben sollten. Meine Lehrer waren sehr nett und haben mich \u2013 wie die anderen Sch\u00fcler auch \u2013 gut unterst\u00fctzt.<\/li>\n<li>Acting,\u00a0eine Art Schauspielunterricht, wo die Sch\u00fcler lernen, zu improvisieren und frei zu sprechen. In diesem Unterricht gab es viele Praxis-Teile. Wir haben Texte auswendig gelernt und einzelne Szenen nachgespielt. Auch dieses Fach war etwas kompliziert, da es schwierig war etwas zu improvisieren, wenn man nicht genau wusste, wie man etwas bestimmtes in Englisch sagen sollte. Dieses Problem hat sich aber mit der Zeit gelegt und es funktionierte immer besser.<\/li>\n<li>Music,\u00a0das wohl interessanteste Fach von allen. Es gab so gut wie nur Praxis-Stunden und in der ersten Stunde wurde ich sofort gefragt, welches Instrument ich denn spiele. Es war also nur m\u00f6glich, an dem Kurs teilzunehmen, wenn man ein Instrument beherrschte oder singen konnte. Zum Gl\u00fcck habe ich seit vielen Jahren Klavierunterricht, wo durch ich sehr viel Erfahrung mit Noten und Kl\u00e4ngen habe. In dem Unterricht haben wir in kleinen Gruppen ein eigenes Lied komponiert, in kleineren Gruppen immer wieder Passagen improvisiert und komplette Lieder mit Gesang und Instrumenten einge\u00fcbt. Ich hatte meinen eigenen kleinen Proberaum mit einem Klavier, den ich in Freistunden immer nutzen konnte.<\/li>\n<li>Art, Craft &amp; Design.\u00a0Dieses Fach fand ich auch sehr spannend. Ich bin nicht gerade eine begabte Zeichnerin und das wurde mir auch gleich in meiner ersten Unterrichtsstunde bewusst. Wir sollten eine Muschel zeichnen. Ich versuchte so gut es ging irgendetwas auf mein Papier zu bekommen. Als ich mir die Zeichnungen der anderen Sch\u00fcler ansah, war ich erstaunt, da JEDER aus diesem Kurs super gut zeichnen konnte. Alle hatten einen riesigen Zeichenblock, wo sie all ihre Zeichnungen hineinklebten, und den sie immer mit dabei hatten.<\/li>\n<li>Private Studies.\u00a0Das ist ein Fach, welches jeder Sch\u00fcler einmal am Tag hat. Es ist eine Art Stillarbeit in der Bibliothek, wo man Hausaufgaben machen, an einem der Computer wichtige Dinge f\u00fcr den Unterricht ausdrucken, oder einfach nur ein Buch lesen konnte.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Schule war sehr gut ausgestattet mit allem, was man zum Arbeiten brauchte. F\u00fcr den Englischunterricht wurden uns Hefte gegeben, verschiedene B\u00fccher, im Musikunterricht wurden uns Instrumente bereitgestellt und in Kunst gab es Wasserfarben, Acrylfarben, Stifte, Pinsel, Ton, Stoffe und vieles mehr.\u00a0Dadurch, dass man jedes Fach jedem Tag hatte, hat man sehr schnell und sehr viel gelernt und durch die vielen Praxisstunden war der Unterricht sehr effizient.<\/p>\n<p>In der Schule gab es eine strenge Regelung f\u00fcr die Kleidung. Die Unterstufe musste eine gr\u00fcn-schwarze Schuluniform tragen. Ab der 12. Klasse, in welcher man ab 16 Jahren ist, musste ein Dresscode befolgt werden, welche besagte, dass die Jungen in Anzug kommen mussten, und die M\u00e4dchen entweder einen knielangen Rock, oder eine Stoffhose tragen mussten, und als Oberteil einen Blazer. Auch f\u00fcr Schuhe gab es eine strenge Regelung. Wer in Turnschuhen kam, der musste noch einmal nach Hause und sich umziehen.<\/p>\n<h1>Familie und Freunde<\/h1>\n<p>Meine erste Familie hatte sehr wenig Zeit, da die Eltern immer am Arbeiten waren.\u00a0Zum Gl\u00fcck war ich nicht allein in der Familie, denn meine Gastschwester war noch bei mir. Wir haben uns zusammen die Stadt angesehen und haben viel zusammen unternommen.\u00a0Durch die Zeit haben wir uns besser kennengelernt und sind Freunde geworden.<\/p>\n<p>In der zweiten H\u00e4lfte wollten wir dann jedoch die Familie wechseln.\u00a0Wir haben uns mit der Organisationsleiterin unterhalten, welche uns herzlich in ihrer Familie aufgenommen hat. Sie wohnt mit ihrem Mann zusammen in einem kleinen Haus in Margate. Das liegt etwa 1,5 Stunden mit dem Zug von Maidstone entfernt, weswegen wir immer sehr fr\u00fch aufstehen mussten.\u00a0Das war jedoch nicht schlimm, da in Margate sehr viele Austauschsch\u00fcler wohnten, die nicht nur aus Deutschland, sondern unter anderem aus Norwegen oder Italien kamen. Mit denen haben wir uns h\u00e4ufig getroffen und sind am Wochenende oft ins Kino oder Bowlen gegangen.<\/p>\n<p>In den Ferien haben mich meine Br\u00fcder besucht. Mit ihnen sind wir nach Dover zu den Kreidefelsen gefahren, und wir haben gemeinsam London besucht. Es war sehr sch\u00f6n, die beiden mal wieder zu sehen.<\/p>\n<h1>Die Ferne<\/h1>\n<p>Heimweh ist ein wichtiges Thema, wenn es darum geht, alleine ins Ausland zu gehen. Es geh\u00f6rt dazu und auch ich hatte am Anfang sehr schlimmes Heimweh. Ich habe oft geweint und wollte nach Hause, aber ich bin froh, dass ich es nicht getan habe. Denn jetzt habe ich etwas geschafft, worauf ich sehr stolz bin, und ich habe sehr viel gelernt.<\/p>\n<p>Gegen Heimweh kann man eigentlich so gut wie gar nichts tun. Wichtig ist, dass man nicht zu viel Kontakt nach Deutschland hat, weil man dann immer mitbekommt, was die Freunde und Familie ohne einen erleben. Besser ist es, wenn man sich bestimmte Zeiten aussucht, wo man mit der Familie skypet oder telefoniert. Dann hat man einen Tag, auf den man sich freuen kann, und muss nicht so oft an zu Hause denken. Es ist auch wichtig, dass man etwas unternimmt. Wenn man nur alleine in seinem Zimmer sitzt und an zu Hause denkt, ist es ganz schwierig. Ich habe mich dann versucht abzulenken. Ich bin sehr oft nach drau\u00dfen gegangen, habe Spazierg\u00e4nge gemacht oder bin joggen gegangen. Dann ging es mir gleich viel besser.<\/p>\n<p>Man muss sich klarmachen, warum man unbedingt ins Ausland wollte. Ich habe mir die vielen positiven Aspekte und Erfahrungen verdeutlicht und mir gesagt, dass ich es mir selbst beweisen m\u00f6chte, dass ich diesen Aufenthalt gut durchstehen werde.\u00a0Durch den Aufenthalt bin ich sehr selbstst\u00e4ndig geworden, habe sehr viel \u00fcber England und das Leben dort erfahren und habe mein Englisch verbessert.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde jedem empfehlen, einen Auslandsaufenthalt zu machen, da es sehr interessant ist zu sehen, wie anders die Kulturen in verschiedenen L\u00e4ndern sind.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend meines Kurzaustausches in\u00a0England vom 28.08.2014 \u2013 29.09.2014 habe ich die GAG-Partnerschule Valley Park School in Maidstone (Kent) besucht.\u00a0Die Austauschorganisation &#8222;SPEAK&#8220; war sehr darauf bedacht, dass sich alle Sch\u00fcler wohl f\u00fchlen, egal in welcher Stadt und auf welcher Schule sie sind. 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