{"id":5517,"date":"2016-02-28T12:34:53","date_gmt":"2016-02-28T11:34:53","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gymnasium-gag.de?p=5517"},"modified":"2016-02-28T12:34:53","modified_gmt":"2016-02-28T11:34:53","slug":"mint-400-berlin-2016","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gymnasium-gag.de\/?p=5517","title":{"rendered":"MINT 400 Berlin 2016"},"content":{"rendered":"<h1>Ein Bericht von Janina Drieling, Torben Logemann und Geert Petrin<\/h1>\n<p>Die MINT 400 oder auch das Hauptstadtforum ist eine Veranstaltung mit 400 Lehrern und Sch\u00fclern, die sich in Berlin Adlershof treffen, um Kontakte mit Gleichgesinnten zu kn\u00fcpfen und bei Firmen Informationen \u00fcber MINT-Berufe zu bekommen. Ebenfalls lernt man in den Fachvortr\u00e4gen eine ganze Menge zum zuvor angew\u00e4hlten Thema. Zus\u00e4tzlich wird \u00fcber weitere Wettbewerbe informiert und man kann vor allem in den Workshops viel lernen.<\/p>\n<p>Am 4.2.2016 um 12:00 Uhr startete die Veranstaltung im Bunsensaal in Berlin Adlershof. Zun\u00e4chst konnte man mit einigen Firmen, die dort ausgestellt haben, in entspannter Atmosph\u00e4re reden und w\u00e4hrenddessen auch etwas essen. Danach gab es Kaffee und Kuchen. Im Anschluss fanden Auszeichnungen und Danksagungen wie auch einige Vortr\u00e4ge statt.\u00a0Am zweiten Tag der Mint 400 waren wir von 9:00 bis 16:00 Uhr in den von uns gew\u00e4hlten Workshops und haben dort verschiedene Themen behandelt.<\/p>\n<h2>Janina Drieling: Wie funktioniert GPS und was hat das mit Mathe zu tun?<\/h2>\n<p>Am zweiten Tag fanden die Workshops statt. Unsere Gruppe traf sich um halb Neun, sodass wir gemeinsam den Weg durch das un\u00fcbersichtliche U-Bahnnetz machen konnten. Mit leichter Versp\u00e4tung trafen wir auch ein und wurden von dem Vorstandsvorsitzenden des IG Metalls begr\u00fc\u00dft. Er erkl\u00e4rte uns, dass das Geb\u00e4ude, in dem wir uns befanden, eine alte j\u00fcdische Villa war, die zu der NS &#8211; Zeit aber zum Quartier f\u00fcr die wichtigen Person unter Hitler wurden. Deswegen befand sich auch der ehemalige Hitlerbunker in dem Garten. Der Blick auf den Reichstag verlieh der Pr\u00e4sens des Hauses noch mehr Bedeutung.<\/p>\n<p>Nachdem er fertig war, uns von der Geschichte des Hauses zu erz\u00e4hlen, lie\u00df er uns in der Obhut zweier Studentinnen, die den restlichen Tag mit uns verbringen werden. Diese beiden stellten uns zuerst das Prinzip der mathematischen Modellierung vor, ein Kreislauf, in dem man erst die reale Situation vereinfacht, das mathematische Problem aufstellt, dieses l\u00f6st und dann wieder auf die reale Situation betr\u00e4gt. Fallen bei dem Interpretieren Fehler auf, muss der Vorgang nochmal von vorne beginnen, solange bis das errechnete Ergebnis mit der realen Situation einstimmen kann.<\/p>\n<p>Diese Vorgehensweise sollten wir nach den ersten Kennenlernspielen zu viert auf die Berechnung von GPS-Koordinaten anwenden. GPS funktioniert dank vier Satelliten, die sich in unserer Umlaufbahn befinden. Soll die Position eines Autos bestimmt werden, wird jeweils die Entfernung zwischen den Satelliten und dem Auto bestimmt. Da f\u00fcr die Entfernung mehrere Punkte in Frage kommen, werden die Therme gleichgesetzt, sodass wir schlie\u00dflich nur eine L\u00f6sung erhalten.<\/p>\n<p>Nach dem Mittagessen \u00fcberlegten wir uns die Problematik dieser Strategie, da wir mit unserer Rechenmethode nicht auf das vorgesehene Ergebnis kamen. M\u00f6gliche Fehlerquellen sind da zum Beispiel die Kr\u00fcmmung der Erde, die die Anwendung des Satz des Pythagoras erschwert, die Relativit\u00e4tstheorie, die addiert mit der Ungenauigkeit des Empf\u00e4ngers Zeitfehler verursachen kann und Ver\u00e4nderungen in den Bahndaten der Satelliten. In der zweiten H\u00e4lfte rechneten wir dann nochmals die Koordinaten aus, diesmal mit Hinblick auf die Fehlerquellen und landeten dann am Ende an der richtigen Position.<\/p>\n<h2>Torben Logemann: AntMe<\/h2>\n<p>Das HPI ist \u0084Deutschlands universit\u00e4res Exzellenz-Zentrum f\u00fcr IT-Systems Engineering\u0093; es wurde erst im Jahr 1999 von dem Stifter Prof. Hasso Plattner gegr\u00fcndet und geh\u00f6rt formal zu der Universit\u00e4t Potsdam.<br \/>\nSchwerpunktm\u00e4\u00dfig werden die \u0084Grundlagen und Anwendungen gro\u00dfer, hoch komplexer und vernetzter IT-Systeme\u0093 im Studium behandelt. Au\u00dferdem wird in dem einzigartigen Bachelor- und Master-Studiengang \u0084IT-Systems Engineering\u0093 besonders Wert auf praxisnahes und ingenieurwissenschaftliches Arbeiten gelegt. Die Praxisn\u00e4he l\u00e4sst sich auch in der Forschung und Entwicklung erkennen: Es werden \u0084nutzenorientierte Innovationen f\u00fcr alle Lebensbereiche\u0093 konzipiert.<\/p>\n<p>In dem Workshop \u0084AntMe\u0093 des MINT 400&#8242; Camps in Berlin waren \u0084wir\u0093 viele gleichgesinnte IT-begeisterte Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aus ganz Deutschland; drei HPI-Studenten haben uns den Tag \u00fcber begleitet und angeleitet.\u00a0Zun\u00e4chst haben wir eine kurze Einf\u00fchrung in die .NET-Framework-Programmiersprache \u0084C#\u0093 und in das Lernprogramm \u0084AntMe\u0093 bekommen.\u00a0Da wir eine Gruppe Sch\u00fclerInnen unterschiedlicher programmiertechnischer Erfahrungen waren, wurden wir in 2er Teams aufgeteilt mit jeweils einem Anf\u00e4nger und einem Fortgeschrittenem, so konnten ganz nach dem HPI-Grundsatz erste Gruppenarbeiten erprobt werden.<\/p>\n<p>\u0084AntMe\u0093 ist ein Lernprogramm, welches den Programmiereinstieg erleichtern soll. \u0084Luft nach oben\u0093 ist aber immer und so haben sich die Fortgeschrittenen auch in diesem Punkt nicht gelangweilt. Das Programm simuliert eine Ameisenfamilie und hat unterschiedliche Aufgaben zu bew\u00e4ltigen, so bspw. das Sammeln von Nahrung und das Verteidigen und Angreifen gegen\u00fcber feindlicher Ameisenfamilien. Diese Punkte klingen zwar so recht simpel, doch es muss sehr viel mehr beachtet werden als der reine Befehl zum Sammeln oder Angreifen. Es m\u00fcssen bspw. f\u00fcr das Sammeln der Nahrung zun\u00e4chst Funktionen f\u00fcr das Suchen und das strukturierte Einsammeln geschrieben werden; gleichzeitig muss auf das In-Die-N\u00e4he-Treten von computerbasierten oder aus Menschenhand geschaffenen Gegner \u00fcberpr\u00fcft werden, wobei die Ausdauer der Ameisen ebenfalls nicht au\u00dfer Acht gelassen werden darf. Die Ameisenfamilien k\u00f6nnen au\u00dferdem auch gegeneinander antreten, insoweit l\u00e4sst sich auch noch der Punkt der Effizienz der Funktionen betrachten. Durch diese Beispiel l\u00e4sst sich die doch schon sehr hohe Komplexit\u00e4t eines recht einfachen Aufbaus verfolgen, denn im Allgemein kommt es auf mehr als nur die reinen Befehle an &#8211; es bedarf einer Struktur sowohl im Programmieren selbst als auch im Erfassen des Problems.<\/p>\n<p>Mir hat dieser Workshop pers\u00f6nlich sehr gefallen, denn man hat erste Erfahrungen machen k\u00f6nnen im Umgang und der ersten Bew\u00e4ltigung von praxisorientierten Fragestellungen (auch wenn nicht jeder das Kontrollieren von Ameisen als eine allt\u00e4gliche Situation auffasst, kann man wohl sagen, dass das Problem auf bspw. zwischenmenschliche Beziehungen \u00fcbertragbar ist).<\/p>\n<h2>Geert Petrin: Kosmische Teilchen sichtbar machen<\/h2>\n<p>Ich war am Desy (Deutsches Elektronen-Synchrotron) in Zeuthen. Es war recht schwer nach Zeuthen zu kommen, weil es sehr weit au\u00dferhalb liegt. Es hat sich aber gelohnt! Am Anfang haben wir eine Vorstellung gehabt was das Desy macht und warum man es braucht. Danach haben wir eine Nebelkammer gebaut, mit der wir eindringende Teilchen beobachten konnten. Aufgrund der Art der kleinen \u0084Wolken\u0093 konnten wir erschlie\u00dfen, ob es Alpha- oder Beta -Teilchen waren. Darauffolgend gab es Mittagessen und eine kleine Pause. Im Anschluss haben wir Herkunft von Teilchenschauern berechnet anhand von Daten des Pierre Auger Observatoriums aus Chile. Mit den Parametern Zeit, Ort und St\u00e4rke des Signals konnten wir die Herkunft bestimmen. Es hat mir pers\u00f6nlich sehr viel Spa\u00df gemacht und ich kann es nur weiter empfehlen.<\/p>\n<p>Nach den Workshops gab es einen Nachmittagssnack und anschlie\u00dfend die Abendveranstaltung mit einem Musikalischen Auftakt von der Band No\u00eb. Der Begr\u00fc\u00dfung folgten einige Gru\u00dfworte und ein Vortrag von Prof. Dr. Markus Roth zum Thema Science oder Fiction? Danach wurden die Mint-ec Alumnis vorgestellt und es gab eine Preisverleihung von dem Chemiewettbewerb des RACI (Royal Australian Chemical Instiute). Es folgten ein Gru\u00dfwort des British Councils und das Schlusswort vom Vorstandsvorsitzenden des Mint-ec, Herrn Wolfgang Gollub.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Bericht von Janina Drieling, Torben Logemann und Geert Petrin Die MINT 400 oder auch das Hauptstadtforum ist eine Veranstaltung mit 400 Lehrern und Sch\u00fclern, die sich in Berlin Adlershof treffen, um Kontakte mit Gleichgesinnten zu kn\u00fcpfen und bei Firmen Informationen \u00fcber MINT-Berufe zu bekommen. 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