{"id":8197,"date":"2017-06-18T19:19:45","date_gmt":"2017-06-18T17:19:45","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gymnasium-gag.de?p=8197"},"modified":"2017-07-24T13:04:28","modified_gmt":"2017-07-24T11:04:28","slug":"truempler-bergstation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gymnasium-gag.de\/?p=8197","title":{"rendered":"\u201eTr\u00fcmpler, Bergstation &#8230;\u201c"},"content":{"rendered":"<p>So meldete sich der Hofkirchenorganist Johannes Tr\u00fcmpler in den letzten Minuten vor der Vorabendmesse am Samstag, den 10.6.2017 \u00fcber das gute, alte Post Tel 01 LX Tastentelefon in beige zur Feinabstimmung der Liturgie. W\u00e4hrenddessen formierten sich der Schulchor der GAG und der Graf-Anton-G\u00fcnther Kammerchor e.V., schoben noch St\u00fchle und S\u00e4ngerinnen und S\u00e4nger, um Platz zum Stehen und L\u00fccken zum Sehen zu haben. Dann ert\u00f6nte in \u201ehimmlischer H\u00f6he\u201c zum Einzug die Silbermann-Orgel von 1755.<\/p>\n<p>Die Mitwirkung im Gottesdienst in der Kathedrale war sicherlich der H\u00f6hepunkt der Chorreise.<br \/>\nUnter der Leitung von Herrn Dierks haben sich vom 8. bis zum 11. Juni 39 Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler aus dem Schulchor, darunter zehn Abiturientinnen und Abiturienten des aktuellen Jahrgangs, und 46 Mitglieder des Kammerchores, der sich aus ehemaligen Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern, aktiven und ehemaligen Kollegen, Eltern aktueller und ehemaliger Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler und sowie Freunden der GAG zusammensetzt, mit zwei Bussen von Oldenburg auf den Weg nach Dresden gemacht. Eine \u00fcberw\u00e4ltigende Chorgemeinschaft verwischte sofort die Altersunterschiede und lie\u00df die jungen und mit den erfahrenen Stimmen zu einem Klangk\u00f6rper verschmelzen.<\/p>\n<p>Am Freitagabend sangen die Ch\u00f6re das gemeinsam erarbeitete Programm \u201eKathedralkl\u00e4nge \u2013 Chor- und Orgelmusik des 19. und 20. Jahrhunderts\u201c in einem Konzert in der Himmelfahrtkirche in Dresden-Leuben, in der sie vom dortigen Organisten Rufus Brodersen begleitet worden sind. Bereits am 20. und 21. Mai wurde das Programm in zwei gro\u00dfen Konzerten in Delmenhorst und Dinklage aufgef\u00fchrt und Erfahrungen mit der Akustik gro\u00dfer Kirchenr\u00e4ume gesammelt. \u201eDer Chor ist wirklich ein Aush\u00e4ngeschild f\u00fcr unsere Schule&#8220;, hatte die stellvertretende Schulleiterin der GAG, Frau R\u00fcth, unmittelbar nach dem Konzert in Delmenhorst den S\u00e4ngerinnen und S\u00e4ngern ausrichten lassen.<\/p>\n<p>Dresden bot aber neben der \u201eArbeit\u201c auch vieles in kultureller und kulinarischer Hinsicht. Bei herrlichstem Sommerwetter w\u00e4hnten sich die Ch\u00f6re bei Salat, Pizza und Pasta viel weiter s\u00fcdlich als nur im sprichw\u00f6rtlichen Elbflorenz. Der Ausflug ins Elbsandsteingebirge nach Rathen am Samstagvormittag f\u00fchrte die Ch\u00f6re in die schwindelnde H\u00f6he des Basteifelsens und heil wieder durch die Schwedenl\u00f6cher hinab. Ein technischer Leckerbissen war \u2013 sowohl zu Beginn als auch am Ende der Wanderung \u2013 die Fahrt mit einer Str\u00f6mungsf\u00e4hre \u00fcber die Elbe.<\/p>\n<p>Nach dem Elbsandsteingebirge blieb noch ein wenig Zeit im Hotel, ehe die Busse die Ch\u00f6re zwischen Semper-Oper und Hofkirche in die sommerliche Hitze entlie\u00dfen. Erst gab es eine kurze Ansingprobe mit Orgel in der Kathedrale, danach hat Herr Dierks die Ch\u00f6re im Probensaal der Dresdener Kapellknaben eingesungen. Dieser befindet sich im Gew\u00f6lbe unter der Hofkirche. Ein wenig mulmig wurde es einem schon, als man den roten Strich an der wei\u00df get\u00fcnchten Wand \u00fcber Kopfh\u00f6he mit der Jahreszahl 2002 versehen sah: dem Jahr des verheerenden Elbehochwassers.<\/p>\n<p>Nach erfolgtem Wiederaufstieg zur \u201eBergstation\u201c sangen die Ch\u00f6re von der Galerie in die Liturgie des Gottesdienstes eingebunden das \u201eKyrie\u201c, \u201eGloria\u201c und \u201eAgnus Dei\u201c aus der \u201eMesse solennelle\u201c von Louis Vierne und \u201eCantique de Jean Racine\u201c von Gabriel Faur\u00e9 mit der fulminanten Begleitung durch die Silbermann-Orgel, vom Klappern der mechanischen Traktur eingez\u00e4hlt und vom Klang ihrer etwa 3000 Pfeifen umschlungen. Als wohl einmalige akustische Erfahrung, insb. f\u00fcr die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler, waren die a-capella-St\u00fccke \u201eJauchzet den Herrn alle Welt (100. Psalm)\u201c und \u201eWer bis an das Ende beharrt\u201c von Felix Mendelssohn-Bartholdy. Es stellte ein pr\u00e4gendes Klangerlebnis dar, trotz der erh\u00f6hten Galerie noch Zweidrittel des Kirchenraumes \u00fcber sich zu haben, so dass durch diese regelrecht \u00fcberirdische Akustik der Klang weit \u00fcber die Singpausen hinaus getragen worden ist \u2013 ganz ohne Verst\u00e4rker!<\/p>\n<p>Nach dem Gottesdienst bedankte sich Dompfarrer Norbert B\u00fcchner ganz herzlich bei den S\u00e4ngerinnen und S\u00e4ngern und sch\u00e4tzte, dass die Anreise mit drei Bussen erfolgt sein m\u00fcsse; nicht ganz, aber dies wird doch gerne als Zielmarke f\u00fcr die n\u00e4chste Dresden-Fahrt genommen. Der Domorganist Johannes Tr\u00fcmpler bedanke sich ebenfalls f\u00fcr das \u201ewunderbare Mitwirken in der Vorabendmesse &#8211; es war eine gro\u00dfe Freude!\u201c Falls die GAG-Ch\u00f6re mal wieder in der N\u00e4he seien, w\u00fcrde er sich \u00fcber ein Wiedersehen \u201eauf der Bergstation\u201c freuen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>So meldete sich der Hofkirchenorganist Johannes Tr\u00fcmpler in den letzten Minuten vor der Vorabendmesse am Samstag, den 10.6.2017 \u00fcber das gute, alte Post Tel 01 LX Tastentelefon in beige zur Feinabstimmung der Liturgie. 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