{"id":9144,"date":"2017-10-22T18:07:46","date_gmt":"2017-10-22T16:07:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.gymnasium-gag.de?p=9144"},"modified":"2017-10-22T18:10:56","modified_gmt":"2017-10-22T16:10:56","slug":"prototypenentwicklung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.gymnasium-gag.de\/?p=9144","title":{"rendered":"Prototypenentwicklung"},"content":{"rendered":"<h1>Thade Gruner berichtet\u00a0vom MINT-Camp in\u00a0Freiberg vom 18.-21.9.2017<\/h1>\n<p>Die Vorstellung vom Arbeiter, der in m\u00fchevoller Handarbeit aus vielen, individuell angefertigten Teilen ein Modell zusammensetzt, stammt aus dem letzten Jahrhundert.<\/p>\n<p>&#8222;Additive Fertigungstechniken&#8220; (im Volksmund eher unter &#8222;3D drucken&#8220; bekannt) ist das Stichwort. Hierbei wird ein zuvor im Computer erstelltes Modell des Prototyps mit einer Software in sehr d\u00fcnne Scheiben zerschnitten (ca. 1\/10 mm).<\/p>\n<p>Im folgenden &#8222;Druckprozess&#8220; wird der Prototyp dann aus den vielen Scheiben wieder zusammengesetzt. Eine Walze tr\u00e4gt immer eine 1\/10 mm Schicht von feinem Pulver auf. An den gew\u00fcnschten Stellen wird dann bei jeder Schicht das Pulver mit Hilfe eines Lasers oder durch Aufspr\u00fchen eines Bindemittels ausgeh\u00e4rtet. Nach dem Entfernen des losen Pulvers, dass im \u00dcbrigen wiederverwendet werden kann, ist der Prototyp fertig.<\/p>\n<p>Unsere Aufgabe war es, in Zweierteams ein Mitbringsel f\u00fcr die TU Freiberg zu entwerfen und dann im Computer zu simulieren. Dazu wurden uns Vorgaben zu den maximalen Ausma\u00dfen und den minimalen Wandst\u00e4rken gemacht.<\/p>\n<p>Den ersten Tag verbrachten wir mit der Ideenfindung und Skizzieren auf Papier. Meine Teampartnerin und ich entschieden uns f\u00fcr eine R\u00e4tselpyramide.<\/p>\n<p>Nach einer Einf\u00fchrung in das Programm NX 10 schafften wir am zweiten Tag die Simulation am Computer.<\/p>\n<p>Am dritten Tag machten wir uns mit dem Bus auf den Weg nach Dresden um dort im PTZ (Prototypen Zentrum) unsere fertigen Prototypen abzuholen. Wir waren alle positiv \u00fcberrascht von der Qualit\u00e4t des Druckes. Das verwendete Polyamid war sehr stabil und selbst runde Oberfl\u00e4chen waren ganz glatt. Nach einem Rundgang durch das Unternehmen folgte eine Stadtrundtour durch Dresden und im Anschluss ein Rundgang durch Freiberg.<\/p>\n<p>Der vierte und letzte Tag begann mit der gegenseitigen Vorstellung unserer Projekte. Anschlie\u00dfend erhielten wir eine Verpackung f\u00fcr unsere Prototypen. Diese war zu 100% \u00f6kologisch abbaubar, weil sie aus Aprikosenkernpulver und feinem Schilfpulver gedruckt worden war. Da dieses Verfahren aber noch nicht ganz ausgereift ist, fehlte es der Verpackung an Stabilit\u00e4t, wodurch sie stark br\u00f6selte.<\/p>\n<p>Insgesamt hat mir das MINT-Camp sehr gut gefallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><i>-Bild:\u00a0\u00a9MINT-EC, Text:\u00a0Thade\u00a0Gruner<\/i><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Thade Gruner berichtet\u00a0vom MINT-Camp in\u00a0Freiberg vom 18.-21.9.2017 Die Vorstellung vom Arbeiter, der in m\u00fchevoller Handarbeit aus vielen, individuell angefertigten Teilen ein Modell zusammensetzt, stammt aus dem letzten Jahrhundert. &#8222;Additive Fertigungstechniken&#8220; (im Volksmund eher unter &#8222;3D drucken&#8220; bekannt) ist das Stichwort. 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