Finja (Jg. 11) in Desenzano, Italien (Schuljahr 2024/2025)

„Ich war mit ERASMUS+ für einen Monat von August bis September bei einer Gastfamilie in Italien in Salo, eine Stadt, die südwestlich am Gardasee an einer kleinen Bucht liegt. Zu dieser Zeit waren dort sehr viele Touristen und es war sehr heiß, teilweise sogar um die 35 grad. Selbst meiner Gastfamilie war es oft zu heiß, weshalb wir, um uns vor der starken Sonne zu schützen, öfter mal längere Zeit am Nachmittag zu Hause geblieben sind .

Trotzdem war ich oft am Gardasee, da das klare, blaue Wasser eine gute Abkühlung war und es bot eine wunderschöne Aussicht auf die Stadt und die Berge im Hintergrund. Auch cool war, als ich mir mit meiner Gastschwester ein Paddelbort ausgeliehen habe, was nur 12Euro die Stunde gekostet hat. Zurück sind wir mit dem Fahrrad gefahren, was sehr viel Spaß gemacht hat, da italienische Straßen sehr kurvig sind und wenn sie grad mal nicht bergauf gehen auch bergab gehen. Aber man muss vorsichtig fahren, vor allem weil man auf der Straße fahren muss, da es keine Fahrradwege gibt.

Wenn ich mal Hunger bekommen hab nach dem Schwimmen im Gardasee bin ich zu einem in der Nähe gelegenen Einkaufsladen namens Conad gefahren, der eine riesengroße Auswahl an unterschiedlichem Essen hatte. Hier habe ich versucht, nur italienische Sachen zu probieren, die wir in Deutschland nicht haben. In italienischen Supermärkten gibt es viel mehr Auswahl an Fleisch, Schinken, Käse, Mozzarella und Nudeln, als in Deutschland. Auch meine Gastfamilie hat sehr darauf geachtet, dass ich viel von der italienischen Küche probiere. Darunter waren viele Arten von Pasta und Lasagne, Fleischgerichte, unterschiedliche Arten von Pizza und Focaccia. Einmal hat mir meine Gastfamilie sogar gezeigt, wie man Nudeln selber machen kann, die viel besser schmeckten als gekaufte, aber sehr anstrengend zu machen sind. Öfter mal war ich mit umzu Frühstück oder zum Abendessen mit unterschiedlichen Freunden von ihr. Am liebsten habe ich zum Frühstück ein Croissant mit Pistazienfüllung gegessen. Diese gibt es eigentlich in jeder Bar in Italien. Zum Nachtisch habe ich mich immer sehr gefreut, wenn es Eis gab, da meiner Meinung nach Italiener das beste Eis machen und bei der Größe der Kugeln auch nicht so geizig sind. Auch gibt es viele Sorten, die wir in Deutschland nicht haben, wie zum Beispiel Pistazieneis. Was ich sehr interessant fand war, dass wenn ich nachmittags einen Kaffee trinken wollte, ich oft aus sehr kleinen Tassen trinken musste, die noch nicht mal zur Hälfte gefüllt waren. Das lag daran, dass es sich um Espresso handelte, da andere Sorten von Kaffee am Nachmittag eigentlich nicht getrunken werden.

Über die Zeit in Italien hat meine Gastfamilie viel mit mir unternommen. Wir haben eine Bergwanderung in die Dolomiten gemacht, die ungefähr zwei Stunden Autofahrt von Salo entfernt sind. Eigentlich bin ich kein Freund von Wanderungen, aber die Bergtour war die Anstrengung auf jeden Fall wert, da sie einen traumhaften Ausblick boten. Außerdem waren wir in einem riesengroßen Shoppingcenter in der Nähe von Desenzano, namens „Il Leone“, welches viele Geschäfte hatte, die wir in Deutschland auch hatbten, aber sie waren sehr viel größer und es war sehr schön eingerichtet auch mit Bäumen mittendrin. Aufgefallen ist mir, dass jeder Verkäufer, egal in welchem Geschäft und egal mit wie vielen Leuten darin,immer sehr freundlich war und gerne auch mal ein Gespräch angefangen hat.

Der Osten vom Gardasee ist eine der touristenreichsten Gegenden, wegen den vielen großen Parks, unter anderem dem Gardaland und dem Movieland, welches ich mit meiner Gastfamilie besucht habe. Das hatte den Grund, dass es diese Art Park nur einmal in Europa gibt. Der Park wurde dominiert von Attraktionen, die von Stuntmans durchgeführt wurden, die dich in Bussen oder anderen Gefährten durch die Attra*ktionen geführt haben. Jeder einzelne Teil des Parks hatte eine eigene Geschichte zu erzählen und zu unterschiedlichen Zeiten gab es sogar Aufführungen wie Tanzeinlagen oder am Ende ders TSahgoews eine Stuntshow, in der ein Überfall auf eine Militäreinrichtung nachgespielt wurde.

Mit meiner Gastschwester war ich an einem Samstag auf einem typisch italienischen Markt, auf dem unterschiedlichste Sachen angeboten werden von Essen über Kleidung und anderen Kleinigkeiten. Diese Art von Markt gibt es zu unterschiedlichen Zeiten in Italien, in Desenzano ist er immer dienstags. Diese sind vor allem in der Sommerzeit sehr voll und es kann in den Gängen sehr eng werden. Trotzdem war es eine tolle Erfahrung mit coolen Dingen, die man günstig erwerben konnte.

Gegen Ende August, als der Tourismus langsam abnahm, haben wir die Stadt Mantova und Brescia besucht, in denen wir uns verschiedene Museen und Schlösser angeguckt haben. Mir ist aufgefallen, das hinter italienischen Städten viel mehr Geschichte steckt, als hinter den meisten deutschen, da natürlich viele römische Überreste überall zu finden sind.

Zum Ende hin waren wir noch einmal in den Bergen zum Klettern, in der Nähe von Casto, wo es unterschiedlich schwierige Routen gab und man mal auf Berge geklettert ist oder auch in Schluchten mit wunderschönem blauen Bergwasser.

In meiner Zeit in Italien habe ich viel über die italienische Kultur gelernt, die sich doch in manchen Punkten sehr von der deutschen Kultur unterscheidet, und ich bin dankbar, Italien mal von einer anderen Seite kennengelernt zu haben, viele Sachen probiert zu haben und vor allem über mich hinausgewachsen zu sein.“

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